Versteigerung

Auszug aus Vordruck Versteigerungsniederschrift mit maschinenschriftlichen Eintragungen zu den einzelnen Positionen sowie Namen der Meistbietenden

Auszug aus der Versteigerungsniederschrift von Bernhard Schlüter, 16. August 1941. BLHA, Rep. 36A (II) Nr. 36160, Bl. 25v

Versteigerungen galten als effektive „Verwertungsmethode“ für Kunst- und Kulturgüter. Hier gab es wiederum Abstufungen in der Hierarchie der „Verwertung“.

Die Finanzbeamten überließen „wertvollen Hausrat“ als gesamtes Konvolut verschiedenen Versteigerungshäusern in Berlin, beispielsweise Gerhard Harms oder Leo Spik, und erhielten von diesen die Erlöse abzüglich einer Provision. Die Dokumentation der Objekte unterscheidet sich je nach Auktionshaus, ist aber in der Regel wenig detailliert.

Schau dir einzelne Versteiger*innen an, die im Auftrag der Behörden versteigerten.

Maschinenschriftliches Dokument mit einer Liste von Objekten
Abschrift Verfügung Betr. Versteigerung vom Finanzamt Moabit-West, 18. März 1941. Landesarchiv Berlin, A Rep. 093-03, Nr. 54683, Bl. 419

Handelte es sich aus der Perspektive der Nationalsozialist*innen um gewöhnlichen Hausrat, so versteigerte die Vermögensverwertungsstelle die Bestände im eigenen Versteigerungslokal am Kottbusser Ufer. Auch unter den hier versteigerten Gegenständen befanden sich jedoch immer wieder – knapp beschriebene – Kunst- und Kulturgüter.

Tabellarischer Vordruck, maschinen- und handschriftlich ausgefüllt
Auszug aus einer Versteigerungsniederschrift am Kottbusser Ufer zu dem Besitz von Paul Hermann Ludwig Kempner, 31. März 1942. BLHA, Rep. 36A (II) Nr. 19176, Bl. 139v