Versteigerungen galten als effektive „Verwertungsmethode“ für Kunst- und Kulturgüter. Hier gab es wiederum Abstufungen in der Hierarchie der „Verwertung“„Verwertung“ bezeichnet alle Maßnahmen, die von der Reichsfinanzverwaltung ergriffen wurden, um geraubtes Vermögen der Staatskasse zuzuführen..
Die Finanzbeamten überließen „wertvollen Hausrat“ als gesamtes Konvolut verschiedenen Versteigerungshäusern in Berlin, beispielsweise Gerhard Harms oder Leo Spik, und erhielten von diesen die Erlöse abzüglich einer Provision. Die Dokumentation der Objekte unterscheidet sich je nach Auktionshaus, ist aber in der Regel wenig detailliert.
Schau dir einzelne Versteiger*innen an, die im Auftrag der Behörden versteigerten.

Handelte es sich aus der Perspektive der Nationalsozialist*innen um gewöhnlichen Hausrat, so versteigerte die Vermögensverwertungsstelle die Bestände im eigenen Versteigerungslokal am Kottbusser Ufer. Auch unter den hier versteigerten Gegenständen befanden sich jedoch immer wieder – knapp beschriebene – Kunst- und Kulturgüter.