Geheime Staatspolizei / Staatspolizeileitstelle Berlin

Die Geheime Staatspolizei (Gestapo) war ein wichtiger Partner der Reichsfinanzverwaltung beim Vermögensraub. Bis Ende 1941 leitete sie die Ausbürgerungsverfahren beim Reichsinnenminister ein und stellte im Zuge dessen erste Vermögenswerte sicher. Diese übergab sie dann der Finanzverwaltung zur „Verwertung“. Auch im Zusammenhang mit den Deportationen war die Finanzverwaltung auf die Gestapo angewiesen. Sie erstellte die Deportationslisten, überstellte die gesammelten Vermögenserklärungen der Deportierten und versiegelte deren Wohnungen.

Maschinenschriftliches Dokument: in Frakturschrift gedruckter Briefkopf, adressiert an das Finanzamt Moabit-West; rechts blauer Posteingangsstempel

Schreiben der Staatspolizeileitstelle Berlin auf an das Finanzamt Moabit-West aus der Akte von Paul Jakob Eisner, 29. November 1940. BLHA, Rep. 36A (II) Nr. 8094, Bl. 103