„Entartete Kunst“„Entartete Kunst“ war die propagandistische Bezeichnung des NS-Regimes für Kunst, die es politisch und ästhetisch ablehnte. durfte weder an öffentliche Einrichtungen noch auf den freien Kunstmarkt gelangen. In den Akten der Vermögensverwertungsstelle konnten die Forscherinnen zwei verschiedene Verfahren nachvollziehen, wie die Vermögensverwertungsstelle mit diesen Objekten umging.
Entweder wurden die Kunstwerke zerstört und lediglich die Rahmen der Gemälde auf Sammelversteigerungen veräußert. Oder die NS-Finanzverwaltung stellte sie anderen staatlichen Stellen oder Einrichtungen der NSDAP wie dem Propagandaministerium oder dem Einsatzstab Reichsleiter RosenbergNS‑Organisation unter Alfred Rosenberg, die ab 1940 in den besetzten Gebieten systematisch jüdische Bücher, Archivgut, Kunstwerke und andere Kulturgüter erfasste und raubte. unentgeltlich zur Verfügung.
In beiden Fällen beschränkte sich die Beschreibung der Gegenstände auf einzelne Stichpunkte. An einer genauen Dokumentation der „entarteten Kunst“ hatte das NS-Regime kein Interesse.