Die Devisenstellen wurden bereits in der Weimarer Republik gegründet, um Kapitalflucht ins Ausland zu unterbinden. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden die Devisenstellen zu einem Instrument der Ausplünderung von Jüdinnen*Juden und anderen Verfolgten. Gemeinsam mit den Zollbehörden überwachten sie die Ausfuhr von Umzugsgut und prüften penibel die in Containern und Koffern verpackten Gegenstände anhand der von den Verfolgten erstellten Umzugsgutlisten.
Mittels Sicherungsanordnungen konnten die Devisenstellen den Zugriff auf Konten entziehen und auch über die Freigabe kleiner Geldbeträge bestimmen. Zudem konnten Vermögen, die auf von den Devisenstellen kontrollierten Konten lagen, nur zu horrenden Wechselpreisen in Devisen umgetauscht werden.