Speditionen

Speditionen und Lagerhäuser profitierten in vielfältiger Weise vom Vermögensraub in der NS-Zeit. Zum einen erzielten sie Mehreinnahmen, wenn eingelagerte Gegenstände nicht mehr von ihren Besitzer*innen abgeholt wurden. Das betraf sowohl Umzugsgut, das nicht mehr außer Landes gebracht werden konnte, als auch Gegenstände, die verfolgte Jüdinnen*Juden bei Zwangsumzügen in kleine und überfüllte Wohnungen nicht mitnehmen konnten. Zum anderen verdienten sie beim Transport der gelagerten Gegenstände in die Versteigerungslokale mit oder versteigerten gleich selbst Lager- und Umzugsgut im Auftrag der Vermögensverwertungsstelle.

Logos und Grafiken von Speditionen auf Telefonbuchseiten
Berliner Transportfirmen im Adressbuch. Berliner Adressbuch, Ausgabe 1942, Teil II, S. 433