Reichstauschstelle im Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung

Die Hauptaufgabe der 1926 eingerichteten Reichstauschstelle war es, Bibliotheken mit Büchern auszustatten.

Während des Zweiten Weltkriegs baute die Reichstauschstelle kriegsbedingt zerstörte Bibliotheken wieder auf. Sie war im großen Stil am Raub von Büchern und deren Weitergabe an öffentliche Bibliotheken beteiligt.

Von besonderem Interesse für die Reichstauschstelle waren deutsche Klassiker und deutschsprachige sowie ausländische Literatur. Die Bücher übernahm sie zum Teil unentgeltlich aus dem von der Vermögensverwertungsstelle verwalteten Vermögen Deportierter und Geflüchteter.

Maschinenschriftliches Dokument
Bitte der Reichstauschstelle um Überlassung von beschlagnahmten deutschen Klassikern und Buchbeständen aus dem Vermögen Deportierter und Ausgebürgerter, 21. Mai 1942. Landesarchiv Berlin, A Rep. 093-03, Nr. 54683, Bl. 39