Versteigerungshaus Walther Achenbach

Name: Versteigerungshaus Walther Achenbach

Inhaber: Dr. jur. Walther Achenbach; Philo Wuest, wurde 1935 kommissarischer Leiter.

Bestandsdauer: Spätestens seit 1933

Geschäftsadresse: Hardenbergstraße 29a-e, Berlin W 50 (Mitte); Budapester Straße 9, Berlin W 62 (Tiergarten)

Spuren in den Akten: Versteigerungen von hochwertigeren Kunstobjekten, Antiquitäten und Wohnungseinrichtung.

Ausschnitt eines Dokuments mit vorgedrucktem Briefkopf
Briefkopf Walther Achenbach. BLHA, Rep. 36A (II) 513, Bl. 7

Versteigerungshaus Edgar Lach

Name: Versteigerungshaus Edgar Lach

Bestandsdauer: 1926 bis unbekannt

Geschäftsadresse: Oranienburger Straße 2, Berlin C 2 (Mitte)

Spuren in den Akten: Versteigerungen von gut bürgerlichen Wohnungseinrichtungen. Mitglied bei der „Deutschen Rechtsfront“ in der Reichsfachschaft für das Sachverständigenwesen und daher auch als Gutachter tätig.

Ausschnitt eines Dokuments, Briefkopf. Oben links ein rundes Logo: Adler, davor eine Hand, die einen Auktionshammer in die Luft hält.
Briefkopf Edgar Lach. BLHA, Rep. 36A (II) 15221, Bl. 26

Versteigerungshaus Union Leo Spik

Name: Versteigerungshaus Union Leo Spik; Kunstversteigerungshaus Union

Inhaber: Leo Spik (1894 – 1968)

Bestandsdauer: 1919 Kunsthandlung von Leo Spik gegründet, 1934 Übernahme des Auktionshauses Union, ab 1947 neue Räume am Kurfürstendamm, bis heute aktiv

Geschäftsadresse: Kurfürstendamm 201, Berlin (Charlottenburg);Tiergartenstraße 6, Berlin W 35 (Tiergarten); Rankestraße 5, Berlin W 50 (Mitte)

Spuren in den Akten: Versteigerte ab 1933 zunächst im Auftrag der jüdischen Eigentümer, später beschlagnahmtes Umzugsgut im Auftrag des OFP. Spezialisierung auf Kunstobjekte ab 1941, vorrangig Kunstwerke und hochwertige Einrichtung sowie Antiquitäten. Versteigerte auch außerhalb seiner Geschäftsräume (z.B. bei Gerhard Harms).

Schwarz-weiß Fotografie des Versteigerers Leo Spik
Portrait Leo Spik 1965. LAB, F Rep. 290 (04): 0104699

Versteigerer Rudolf Harms

Name: Versteigerer Rudolf Harms

Bestandsdauer: Seit 1910, Rudolf Harms übernahm 1942 das Versteigerungshaus Gerhard Harms

Geschäftsadressen: Pestalozzistraße 52, Berlin (Charlottenburg); Westfälische Straße 85, Berlin (Wilmersdorf)

Spuren in den Akten: Verkaufte gesamte Wohnungseinrichtungen.Führte 1942 und 1943 Versteigerungen im Auftrag der Vermögensverwertungsstelle durch.

Gedruckter Briefkopf in Schwarz
Briefkopf von Rudolf Harms. BLHA, Rep. 36A (II) Nr. 41167, Bl. 15
Gedruckte Anzeige in Schwarz-Weiß
Anzeige Rudolf Harms in der Weltkunst. Deutsche Kunst- und Antiquitätenmesse (Hg.): Die Weltkunst, Nr. 51/52, 20.12.1942, S. 4

Paul B. Masurat

Name: Paul B. Masurat

Bestandsdauer:  Ab ca. 1937 bis in die 1960er Jahre

Geschäftsadressen: Dircksenstraße, Bogen 121, Berlin (Mitte);Werderstraße 3/4, Berlin (Mitte)

Spuren in den Akten: Verkaufte Wohnungseinrichtungen, Hausrat, Kunstobjekte usw. Führte im Auftrag der Vermögensverwertungsstelle von 1942 bis 1945 Versteigerungen durch.

Gedruckter Briefkopf in Schwarz-Weiß.
Briefkopf von Paul B. Masurat. BLHA, Rep. 36A (II) 1378, Bl. 48

Versteigerungen Scheduikat

Name: Versteigerungen Scheduikat

Bestandsdauer: Seit 1934 bis unbekannt

Geschäftsadresse: Kurfürstendamm 122, Berlin (Halensee)

Spuren in den Akten: Versteigerungen jeder Art, Mobiliar – Konkurse – Nachlässe, Wohnungsauflösungen, Geschäftseinrichtungen. Trat auch als auch Gutachterin auf, zugelassen von der „Deutschen Rechtsfront“ als Sachverständige.

Ausschnitt eines Dokuments, Briefkopf. Im Logo ein Adler, davor eine Hand die einen Auktionshammer in die Luft hält.
Briefkopf Helene Scheduikat. BLHA, Rep. 36A (II) 4802, Bl. 8
Passfoto einer mittelalten Frau. Sie schaut in die Kamera. Die Haare sind zusammengebunden. Neutrale Mimik.
Foto Helene Scheduikat, Personenakte bei der Reichskammer der bildenden Künste. Landesarchiv Berlin, A Rep. 243-04 Nr. 7980, Mikrofilm Nr. 148

Hans W. Lange

Name: Hans W. Lange

Inhaber: Hans Wolfgang Lange (1904 – 1945) 

Bestandsdauer: Vormals Auktionshaus Paul Graupe, Hans W. Lange seit etwa 1925 dort Mitarbeiter. Ab 1937 „Arisierung“ durch Lange, dann Auktionshaus Hans W. Lange bis 1945.

Geschäftsadresse: Bellevuestraße 7, Berlin W 9 (Tiergarten)

Spuren in den Akten: Versteigerungen von Gemälden und Antiquitäten sowie anderer hochwertiger Kunst. Hans W. Lange oder Mitarbeiter traten selbst als Käufer bei Versteigerungen auf, die im Auftrag der Finanzbehörde stattfanden. Käufer*innen bei seinen Auktionen waren Museen, Sammler*innen, Händler*innen, NS-Funktionäre oder der „Sonderauftrag Linz“.

Ausschnitt eines Dokuments, Briefkopf. Rote Schrift.
Briefkopf Hans W. Lange. BLHA, Rep. 36A (II) 30255, Bl. 77
Schwarz-weiß Fotografie, Porträt eines Mannes mit Brille in Seitenprofil
Porträt Hans W. Lange, um 1925

Versteigerungshaus Gerhard Harms

Name: Versteigerungshaus Gerhard Harms

Inhaber: Gerhard Harms

Bestandsdauer: Ca. 1910 bis 1942

Geschäftsadressen: Prinzregentenstraße 2, Berlin (Wilmersdorf); Wildpfad 3, Berlin (Dahlem); Westfälische Straße 85, Berlin (Wilmersdorf)

Spuren in den Akten: Führte bis Anfang April 1941 Versteigerungen im Auftrag des Finanzamt Moabit-West durch. Veräußerte ganze Wohnungseinrichtungen. Wohl im Zusammenhang mit der Verhaftung von Gerhard Harms im März 1941 wegen des Verdachts der „Bestechung“ nahm das Finanzamt Moabit-West Abstand von der Zusammenarbeit. Noch offene Versteigerungsaufträge übernahm das Versteigerungshaus Union.

Gedruckter Briefkopf in Schwarz
Briefkopf des Versteigerers Gerhard Harms. BLHA, Rep. 36A (II) 1445, Bl. 69
Gedruckte Anzeige in Schwarz-Weiß
Anzeige Gerhard Harms in der Weltkunst. Deutsche Kunst- und Antiquitätenmesse (Hg.): Die Weltkunst, Nr. 3/4, 19.01.1941, S. 5

Charlotte Oellerich

Name: Charlotte Oellerich

Bestandsdauer: Seit 1940 bis unbekannt. Ab 1930 Arbeit im Auktionsgewerbe, ab 1940 Versteigerer-Erlaubnis erhalten und von dort an selbständig. Nach dem Krieg war sie weiter als Versteigerin tätig.

Geschäftsadresse: Brabanter Platz 1, Berlin (Wilmersdorf); Neue Schönhauser Straße 16, Berlin N 54 (Mitte)

Spuren in den Akten: Seit November 1941 Versteigerungen für den Oberfinanzpräsidenten. Versteigerung von Wohnungseinrichtungen, vor allem Umzugsgut.

Passfoto einer jüngeren Frau. Sie schaut nicht in die Kamera sondern hat den Kopf leicht zur Seite geneigt. Die Haare sind zusammengebunden. Sie schaut neutral
Foto Charlotte Oellerich, Personenakte bei der Reichskammer der bildenden Künste. Landesarchiv Berlin, A Rep. 243-04 Nr. 6386, Mikrofilm Nr. 118
Ausschnitt eines Dokuments, Briefkopf. Im Logo ein Adler, davor eine Hand die einen Auktionshammer in die Luft hält.
Briefkopf Charlotte Oellerich. BLHA, Rep. 36A (II) 835, Bl. 42

Carl F. Schlüter

Name: Carl F. Schlüter

Bestandsdauer:  Gegründet 1925, auch nach 1945 noch aktiv

Geschäftsadressen: Alsterufer 12, Hamburg

Spuren in den Akten: Führte Versteigerungen von verpacktem Umzugsgut durch, das im Hamburger Freihafen beschlagnahmt wurde. Erhielt 15% Provision, 5% mehr als andere Versteigerer*Versteigerinnen.

Gedruckter Briefkopf in Schwarz
Briefkopf von Carl F. Schlüter. BLHA, Rep. 36A (II) 3328, Bl. 145
Gedruckte Schwarz-weiß Anzeige
Anzeige einer Versteigerung „im behördl. Auftrage“ in der Weltkunst. Deutsche Kunst- und Antiquitätenmesse (Hg.): Die Weltkunst, Nr. 48/49, 24.11.1940, S. 11