Die Nazis machen bis 1945 viele schlimme Dinge.
Die Nazis verfolgen viele Menschen.
Dazu gehören zum Beispiel Juden.
Juden gehören zum Juden·tum
Das Juden·tum ist eine Religion.
Die Nazis haben bestimmte Ideen:
So sollen Menschen sein.
Jemand passt nicht dazu?
Dann ermorden die Nazis diese Person.
Und die Nazis rauben den verfolgten Menschen Sachen.
Das will die Regierung in West-Deutschland nach 1945 wieder·gut·machen.
Wieder·gut·machung
Nach 1945 entscheidet die neue Regierung in West-Deutschland:
Die verfolgten Menschen sollen
einen Ersatz für die geraubten Dinge bekommen.
Die verfolgten Menschen sollen zum Beispiel Geld bekommen.
Die verfolgten Menschen leben nicht mehr?
Dann sollen die Familien von diesen Menschen einen Ersatz bekommen.
Viele verfolgte Menschen haben in der Nazi·zeit schlimme Dinge erlebt.
Dafür sollen diese Menschen auch Geld bekommen.
Ab 1950 macht die Regierung dafür Gesetze.
Die Wieder·gut·machung klappt nicht gut
Die verfolgten Menschen sollen Geld als Ersatz bekommen.
Aber das klappt oft nicht gut.
Die Menschen bekommen oft zu wenig Geld.
Oder die Menschen bekommen kein Geld.
Der Grund ist:
Die Menschen können oft nicht beweisen:
Diese Sachen gehören mir.
Und so viel sind diese Sachen wert.
Außerdem dürfen manche von den verfolgten Menschen
kein Geld als Ersatz bekommen.
Das steht immer noch im Gesetz.
Dazu gehören zum Beispiel:
- schwule und lesbische Menschen,
- SintiSinti*zze und Rom*nja wurden im Nationalsozialismus als „Zigeuner“ rassistisch verfolgt. und RomaSinti*zze und Rom*nja wurden im Nationalsozialismus als „Zigeuner“ rassistisch verfolgt.,
- AsozialeIm NS-Sprachgebrauch wurden mit dem Begriff „Asoziale” soziale Randgruppen und Minderheiten umschrieben, die gezielt aus der Gesellschaft ausgeschlossen und verfolgt wurden, darunter u. a. Obdachlose, Bettler*innen, Landstreicher*innen, kinderreiche Familien aus ärmeren sozialen Schichten..
Damit meinte man früher zum Beispiel Obdachlose.
Die neue Regierung denkt nämlich immer noch:
Das sind Verbrecher.
Wichtig ist auch:
Eine Person ist tot?
Dann hilft auch kein Geld als Ersatz.
Man kann den Tod nicht wieder·gut·machen.
In Ost-Deutschland gibt es fast gar keinen Ersatz.
Die Regierung in Ost-Deutschland entscheidet:
Die geraubten Sachen sind jetzt Volks·eigentum.
Das bedeutet:
Die geraubten Dinge gehören allen Menschen in Ost-Deutschland.
Aber der Staat Ost-Deutschland kümmert sich um die Dinge.
Was sind die Folgen?
Viele von den verfolgten Menschen bekommen keinen Ersatz.
Und viele von den verfolgten Menschen fühlen sich nach 1945 alleine.
Jemand hat in der Nazi·zeit
etwas von den geraubten Sachen bekommen?
Dann hat die Person diese Sachen oft einfach behalten.
Deshalb wissen wir oft nicht:
Wo sind die geraubten Sachen?
Wir wollen das heraus·finden.
Aber das ist sehr schwierig.
Und das dauert sehr lange.
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