Paul Jakob Eisner
Die Nazis haben viele Menschen verfolgt.
Und die Nazis haben vielen Menschen Sachen weg·genommen.
Dazu gehört auch diese Person:
Paul Jakob Eisner.
Familie Eisner
Heinrich Eisner und Olga Eisner haben einen Sohn.
Der Sohn heißt:
Paul Jakob Eisner
Heinrich Eisner ist Kommerzien·rat.
Kommerzien·rat ist ein Ehren·titel.
Der Staat gibt den Titel.
Der Ehren·titel bedeutet:
Heinrich Eisner ist erfolgreich im Geschäft.
Und Heinrich Eisner hat viel für die Gesellschaft gemacht.
Heinrich Eisner ist der Leiter der Jüdischen Gemeinde in Berlin.
Die Jüdische Gemeinde ist eine Gruppe von Juden.
Juden gehören zum Juden·tum.
Das Juden·tum ist eine Religion.
Heinrich Eisner gehört ein Teil einer Firma.
Die Firma heißt:
die Hahnschen Werke.
Paul Jakob Eisner ist der Chef der Hahnschen Werke.
Familie Eisner lebt im Tiergarten·viertel.
Das Tiergarten·viertel ist ein Stadt·teil in Berlin.
Dort gibt es viel Kunst.
Und dort gibt es viel Kultur.
Paul Jakob Eisner ist bekannt in Berlin.
Paul Jakob Eisner hat eine große Wohnung.
Die Wohnung ist in der Großen Quer·allee 2.
Olga Eisner stirbt 1910.
Heinrich Eisner stirbt 1918.
Paul Jakob Eisner und seine Geschwister kümmern sich weiter
um die Sachen von der Familie.
Die Nazis verfolgen Paul Jakob Eisner
Die Nazis sind eine Gruppe von Menschen.
Die Nazis regieren Deutschland ab 1933.
Die Nazis behandeln viele Menschen schlecht.
Dazu gehören zum Beispiel Juden.
Die Nazis sagen:
Paul Jakob Eisner ist Jude.
Deshalb verfolgen die Nazis Paul Jakob Eisner.
Deshalb geht Paul Jakob Eisner aus Deutschland weg.
1937 geht Paul Jakob Eisner nach Prag.
Prag ist eine Stadt in Tschechien.
Früher hieß das Land:
Tschecho·slowakei.
Danach geht Paul Jakob Eisner nach Wien.
Wien ist eine Stadt in Österreich.
Danach geht Paul Jakob Eisner wieder nach Prag.
1938 nehmen die Nazis Familie Eisner die Firma weg.
Das nennt man:
Ari·sierung.
Eine andere große Firma übernimmt die Firma.
Die Firma heißt:
Mannes·mann.
Paul Jakob Eisner geht es nicht gut.
Paul Jakob Eisner hat keine Arbeit mehr.
Paul Jakob Eisner hat kein Geld mehr.
Paul Jakob Eisner hat keine Frau mehr.
Die Nazis besetzen die Tschecho·slowakei.
Deshalb kann Paul Jakob Eisner nicht zurück in die Tschecho·slowakei.
Am Ende flüchtet Paul Jakob Eisner nach Argentinien.
Argentinien ist ein Land in Süd·amerika.
Auch die Geschwister von Paul Jakob Eisner müssen in andere Länder flüchten.
Die Nazis verkaufen die Sachen von Familie Eisner
Paul Jakob Eisner kann nicht alle Sachen mitnehmen.
Im Dezember 1939 nimmt die GestapoPolitische Polizei in der Zeit des Nationalsozialismus, die politische Gegner*innen sowie Jüdinnen*Juden überwachte und verfolgte. die Sachen weg.
Die GestapoPolitische Polizei in der Zeit des Nationalsozialismus, die politische Gegner*innen sowie Jüdinnen*Juden überwachte und verfolgte. ist eine Polizei der Nazis.
Im Juni 1940 sagen die Nazis:
Paul Jakob Eisner ist kein Deutscher mehr.
Die Nazis ver·steigern die Sachen von Paul Jakob Eisner.
Ver·steigern heißt:
Menschen wollen Dinge kaufen.
Die Menschen sagen:
So viel Geld gebe ich.
Eine Person will am meisten Geld geben.
Diese Person bekommt die Dinge.
Am 2. April 1941:
Die Nazis ver·steigern 354 Sachen von Paul Jakob Eisner.
Manche Sachen sind Kunst·werke.
Am 19. Mai 1941:
4 Bilder von Paul Jakob Eisner sind sehr wertvoll.
3 Bilder werden jetzt versteigert.
Ein Bild für die Reichs·kanzlei
Das vierte Bild heißt:
Gefilde der Seligen.
Das bedeutet:
Ein Ort an dem Menschen glücklich sind.
Die Menschen sterben.
Dann kommen die Menschen an den schönen Ort.
Das Bild hat Hans Thoma gemalt.
Die Reichs·kanzlei kauft das Bild.
Die Reichs·kanzlei war ein Amt der Nazis.
Später gehört das Bild zum Sonder·auftrag Linz.
Der Sonder·auftrag Linz ist Hitlers Sammlung von Kunst.
Hitler ist der Chef der Nazis.
Hitler will ein Museum in Linz machen.
Dafür sammelt Hitler Kunst.
Viele Sachen kommen von Juden.
Bis heute weiß niemand:
Wo ist das Bild?
Auf Fotos sehen wir:
Das Bild gehört zuerst Familie Eisner.
Ein Still·leben von Ludwig Adam Kunz
Eines von den versteigerten Bildern ist ein Still·leben.
Still·leben heißt:
Auf dem Bild sind Dinge.
Die Dinge bewegen sich nicht.
Zum Beispiel:
- Obst,
- Blumen,
- Bücher.
Zuerst weiß niemand:
Wer kauft das Bild?
Später weiß man:
Maria Almas-Dietrich kauft das Bild.
Maria Almas-Dietrich ist Kunst·händlerin.
Kunst·händler handeln mit Kunst.
Das bedeutet:
Kunst·händler kaufen Kunst.
Und Kunst·händler verkaufen Kunst.
Maria Almas-Dietrich will das Bild für den Sonder·auftrag Linz.
Nach dem Krieg nehmen die AlliiertenBündnis zur militärischen Bekämpfung des nationalsozialistischen Deutschlands und seiner Verbündeten. das Bild.
Die AlliiertenBündnis zur militärischen Bekämpfung des nationalsozialistischen Deutschlands und seiner Verbündeten. sind mehrere Länder.
Die AlliiertenBündnis zur militärischen Bekämpfung des nationalsozialistischen Deutschlands und seiner Verbündeten. besiegen Deutschland im Krieg.
Die AlliiertenBündnis zur militärischen Bekämpfung des nationalsozialistischen Deutschlands und seiner Verbündeten. nehmen Kunst.
So bleibt die Kunst sicher.
Die AlliiertenBündnis zur militärischen Bekämpfung des nationalsozialistischen Deutschlands und seiner Verbündeten. geben das Bild an eine Organisation.
Die Organisation heißt:
Jewish Restitution Successor OrganizationIhre Aufgabe bestand darin, in der amerikanischen Besatzungszone sowie im amerikanischen Sektor in Berlin die Rückerstattung erbenlosen Vermögens von Privatpersonen zu verfolgen, die als jüdisch verfolgt und ermordet wurden..
Das ist eine jüdische Organisation.
Das Ziel von der Organisation ist:
Juden bekommen die Sachen zurück.
Das Still·leben ist wieder da
Dann finden Forscher das Still·leben in einem Museum in Israel.
2023 bekommen die Nachfahren der Familie Eisner das Still·leben.
Nach 83 Jahren hat die Familie das Bild wieder.
Fritz Kurt Lomnitz
Die Nazis haben viele Menschen verfolgt.
Und die Nazis haben vielen Menschen Sachen weg·genommen.
Dazu gehört auch diese Person:
Fritz Kurt Lomnitz.
Wer ist Fritz Kurt Lomnitz?
Fritz Kurt Lomnitz ist 1890 in Breslau geboren.
Breslau ist heute eine Stadt in Polen.
Fritz Kurt Lomnitz ist der Chef einer Firma.
Die Firma handelt mit Getreide.
Das heißt:
Die Firma kauft Getreide.
Die Firma verkauft Getreide.
1933 baut Fritz Kurt Lomnitz eine Villa.
Eine Villa ist ein großes Haus.
Die Villa ist in Grunewald.
Grunewald ist ein Stadt·teil in Berlin.
In der Villa sind wertvolle Sachen.
In der Villa sind zum Beispiel wertvolle Möbel und wertvolle Kunst·werke.
Die Nazis verfolgen Fritz Kurt Lomnitz
Die Nazis sind eine Gruppe von Menschen.
Die Nazis regieren Deutschland ab 1933.
Die Nazis behandeln viele Menschen schlecht.
Dazu gehören zum Beispiel Juden.
Die Nazis sagen:
Fritz Kurt Lomnitz ist Jude.
Juden gehören zum Juden·tum.
Das Juden·tum ist eine Religion.
Deshalb verfolgen die Nazis Fritz Kurt Lomnitz.
1936 hat Fritz Kurt Lomnitz keine Arbeit mehr.
Die Nazis nehmen Fritz Kurt Lomnitz die Arbeit weg.
Fritz Kurt Lomnitz muss die Villa verkaufen.
Fritz Kurt Lomnitz hat Angst.
Deshalb flüchtet Fritz Kurt Lomnitz aus Deutschland.
Das ist im Jahr 1938.
Zuerst geht Fritz Kurt Lomnitz nach New York.
New York ist eine Stadt in Nord·amerika.
Dann geht Fritz Kurt Lomnitz nach Kuba.
Kuba ist ein Land in Mittel·amerika.
Fritz Kurt Lomnitz kann nicht alle Sachen mitnehmen.
Dazu gehören zum Beispiel:
- wertvolle Möbel,
- wertvolle Kunst·werke.
Manche Kunst·werke von Fritz Kurt Lomnitz
sind von bekannten Künstlern.
Die Sachen sind in Kisten.
Die Kisten möchte Fritz Kurt Lomnitz später holen.
Aber das passiert nicht.
Die Nazis nehmen die Sachen.
Was machen die Nazis mit den Sachen?
Die Nazis wollen die Sachen verkaufen.
Deshalb prüft ein Fachmann:
Wie viel Geld sind die Sachen wert?
Das ist im Jahr 1941.
Die Nazis ver·steigern die Sachen.
Ver·steigern heißt:
Menschen wollen Dinge kaufen.
Die Menschen sagen:
So viel Geld gebe ich.
Eine Person will am meisten Geld geben.
Diese Person bekommt die Dinge.
Die Nazis behalten das Geld.
Fritz Kurt Lomnitz bekommt kein Geld.
Wer kauft die Sachen?
Das wissen wir nicht genau.
Nur die Nachnamen sind bekannt.
Was macht Fritz Kurt Lomnitz nach dem Krieg?
Fritz Kurt Lomnitz bleibt in Kuba.
Dort hat Fritz Kurt Lomnitz ein neues Leben.
Ein Bild ist wieder da
Wir wissen nicht:
Wer hat die Bilder von Fritz Kurt Lomnitz?
Aber:
Ein Bild ist jetzt wieder da.
Das Bild ist sehr klein.
Auf dem Bild ist ein Soldat.
Der Soldat kommt aus Frankreich.
Der Soldat kämpft zu Fuß im Krieg.
Dieser Künstler hat das Bild gemalt:
Anton von Werner.
1941 kauft eine Person das Bild.
Die Person ist eine Kunst·händlerin.
Das heißt:
Die Person kauft Kunst.
Die Person verkauft Kunst.
Danach hat ein Künstler in Berlin das Bild.
Heute ist das Bild in einem Museum.
Das Museum weiß nicht:
Die Nazis haben das Bild geraubt.
Wir haben dem Museum gesagt:
Das Bild gehört Fritz Kurt Lomnitz.
Das Museum möchte das Bild zurück·geben.
Aber Fritz Kurt Lomnitz lebt nicht mehr.
Deshalb bekommen die Kinder und die Enkel von Fritz Kurt Lomnitz das Bild.
Die anderen Bilder sind immer noch weg.
Hugo Loewy
Die Nazis haben viele Menschen verfolgt.
Und die Nazis haben vielen Menschen Sachen weg·genommen.
Dazu gehört auch diese Person:
Hugo Loewy.
Wer ist Hugo Loewy?
Hugo Loewy ist am 20. März 1862 geboren.
Hugo Loewy ist in Czarnikau geboren.
Czarnikau ist heute eine Stadt in Polen.
Hugo Loewy ist der Chef einer Firma.
Die Firma macht Bänder.
Die Bänder sind aus Seide.
Seide ist ein feiner Stoff.
Die Firma ist in Berlin.
Hugo Loewy hat eine Familie.
Hugo Loewy hat eine Frau.
Hugo Loewy hat 2 Kinder:
- Fritz,
- Käthe.
Die Familie wohnt in einer großen Wohnung.
Die Wohnung hat 4 Zimmer.
In der Wohnung sind wertvolle Möbel und wertvolle Kunst·werke.
Hugo Loewys Frau stirbt 1930.
Die Kinder ziehen aus.
Dann wohnt Hugo Loewy alleine.
Die Nazis verfolgen Hugo Loewy
Die Nazis sind eine Gruppe von Menschen.
Die Nazis regieren Deutschland ab 1933.
Die Nazis behandeln viele Menschen schlecht.
Dazu gehören zum Beispiel Juden.
Die Nazis sagen:
Hugo Loewy ist Jude.
Juden gehören zum Juden·tum.
Das Juden·tum ist eine Religion.
Deshalb verfolgen die Nazis Hugo Loewy.
1937 muss Hugo Loewy die Firma schließen.
Die Nazis nehmen Hugo Loewy die Arbeit weg.
1942 zieht Hugo Loewy um.
Hugo Loewy zieht in ein kleines Zimmer.
Das Zimmer ist bei einer fremden Frau.
Die Nazis verfolgen die Frau.
Hugo Lowey wohnt dort nur kurz.
Im August 1942 kommen die Nazis.
Die Nazis nehmen Hugo Loewy mit.
Die Nazis wollen Hugo Loewy töten.
Hugo Loewy ist 80 Jahre alt.
Deshalb muss Hugo Loewy nach Theresien·stadt.
Theresien·stadt ist heute in Tschechien.
Dort ist ein Konzentrations·lager für alte jüdische Menschen.
Die kurze Form ist:
KZ.
Ein KZ ist ein Ort der Nazis.
Die Nazis zwingen Menschen in die KZ.
Den Menschen geht es dort sehr schlecht.
Danach kommt Hugo Loewy in ein anderes KZ.
Das Lager ist in TreblinkaTreblinka II war eines der größten Vernichtungslager der Nationalsozialist*innen..
TreblinkaTreblinka II war eines der größten Vernichtungslager der Nationalsozialist*innen. ist heute in Polen.
Dort ermorden die Nazis Hugo Loewy.
Hugo Loewys Familie
Hugo Loewy hat einen Sohn.
Der Sohn heißt:
Fritz Loewy.
Fritz Loewy hat Angst.
Deshalb flüchtet Fritz Loewy aus Deutschland.
Fritz Loewy geht 1940 nach Oslo.
Oslo ist eine Stadt in Norwegen.
Dort verhaften die Nazis Fritz Loewy.
Die Nazis bringen Fritz Loewy nach AuschwitzAuschwitz ist der Name des größten und bekanntesten nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslagers..
AuschwitzAuschwitz ist der Name des größten und bekanntesten nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslagers. ist heute in Polen.
In AuschwitzAuschwitz ist der Name des größten und bekanntesten nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslagers. kommt Fritz Loewy in ein KZ.
Dort ermorden die Nazis Fritz Loewy.
Fritz Loewy hat eine Frau:
Sylvia Loewy-Garai.
Sylvia Loewy-Garai überlebt.
Sylvia Loewy-Garai geht nach Schweden.
Hugo Loewy hat eine Tochter.
Die Tochter heißt:
Käthe Löwen·stein.
Käthe Löwen·stein hat Angst vor den Nazis.
Deshalb flüchtet Käthe Löwen·stein aus Deutschland.
1938 geht Käthe Löwenstein in die USA.
Käthe Löwen·stein hat einen Mann:
Dr. Hans Löwen·stein.
Dr. Hans Löwen·stein kommt mit in die USA.
Was machen die Nazis mit den Sachen?
Die Nazis nehmen Hugo Loewy die Sachen weg.
Die Sachen sind:
- Möbel,
- 4 Öl·gemälde.
Ein Öl·gemälde ist ein Bild.
Das Bild ist mit Öl·farben gemalt.
Die Nazis verkaufen 2 Bilder.
Die Nazis wollen schnell Geld.
Deshalb verkaufen die Nazis die Bilder für wenig Geld.
Die anderen 2 Bilder bleiben in der Wohnung.
Die Wohnung ist von einer Frau.
Hugo Loewy hat kurz bei der Frau gewohnt.
Die Nazis bringen die Frau in ein Lager.
Die Nazis ermorden die Frau.
Dann verkaufen die Nazis die anderen 2 Bilder.
Heute weiß niemand:
Wo sind die Bilder?
Was passiert nach dem Krieg?
Die Familie von Hugo Loewy möchte eine Ent·schädigung.
Ent·schädigung heißt:
Jemandem ist etwas Schlechtes passiert.
Dann bekommt jemand etwas zurück.
Zum Beispiel:
Geld oder Hilfe.
Die Familie bekommt Geld.
Aber das Geld ist zu wenig.
Geld kann diese Dinge nicht wieder·gut·machen:
- Hugo Loewy ist tot.
- Fritz Loewy ist tot.
Edith und Max Michaelis
Die Nazis haben viele Menschen verfolgt.
Und die Nazis haben vielen Menschen Sachen weg·genommen.
Dazu gehören auch diese Personen:
Max und Edith Michaelis.
Wer sind Max und Edith Michaelis?
Max und Edith Michaelis leben in einer großen Wohnung.
Die Wohnung ist am Kur·fürsten·damm 185.
Das ist in Berlin.
Max und Edith Michaelis leben dort ab 1934.
Max Michaelis ist Rechts·anwalt.
Ein Rechts·anwalt hilft Menschen.
Die Menschen haben Probleme mit dem Gesetz.
Und Max Michaelis ist Notar.
Ein Notar hilft Menschen bei wichtigen Papieren.
Wichtige Papiere sind zum Beispiel:
ein Vertrag.
Ab 1938 darf Max Michaelis diese Arbeit nicht mehr machen.
Die Nazis haben ihm das nämlich verboten.
Max Michaelis darf nur noch beraten.
Eine Person gilt nicht als Jude?
Dann darf Max Michaelis dieser Person nicht helfen.
Die Nazis verfolgen Max und Edith Michaelis
Die Nazis sind eine Gruppe von Menschen.
Die Nazis regieren Deutschland ab 1933.
Die Nazis behandeln viele Menschen schlecht.
Dazu gehören zum Beispiel Juden.
Die Nazis sagen:
Max und Edith Michaelis sind Juden.
Juden gehören zum Juden·tum.
Das Juden·tum ist eine Religion.
Deshalb verfolgen die Nazis Max und Edith Michaelis.
Im Juni 1942 passiert etwas Schlimmes.
Die Nazis holen Max und Edith Michaelis ab.
Die Nazis zwingen Max und Edith Michaelis in einen Zug.
Die Nazis zwingen auch andere Menschen in den Zug.
Der Zug fährt nach MinskMaly Trostinec war ein nationalsozialistisches Zwangsarbeits- und Vernichtungslager nahe Minsk (heute Belarus)..
MinskMaly Trostinec war ein nationalsozialistisches Zwangsarbeits- und Vernichtungslager nahe Minsk (heute Belarus). ist heute in Belarus.
Viele Menschen sterben dort.
Die Nazis ermorden die Menschen.
Was passiert mit Max und Edith Michaelis?
Das wissen wir nicht.
Das passiert vorher:
Max und Edith Michaelis müssen eine Liste schreiben.
In der Liste steht:
Welche Sachen gehören uns?
Aber Max und Edith Micahelis schreiben die Sachen aus der Wohnung
nicht auf die Liste.
Die Nazis ver·steigern die Sachen
In der Wohnung von Max und Edith Michaelis sind wertvolle Sachen.
Die Sachen kosten viel Geld.
In der Wohnung sind zum Beispiel Kunst·werke.
Die Nazis ver·steigern alle Sachen aus der Wohnung.
Max und Edith Michaelis sind Juden.
Ver·steigern bedeutet:
Menschen wollen Dinge kaufen.
Die Menschen sagen:
So viel Geld gebe ich.
Eine Person will am meisten Geld geben
Diese Person bekommt die Dinge.
2 Personen kaufen die Sachen:
- Gottfried Kornfeld kauft 11 Sachen.
- Sophie Überreiter kauft 54 Sachen.
Max und Edith Michaelis haben viele Bücher.
Die Bücher kauft Gustav Schmidt.
Gustav Schmidt bezahlt mehr als 2 Tausend Reichs·mark.
In der Wohnung sind noch andere Sachen.
Zum Beispiel Möbel und Kleidung.
Verschiedene Menschen kaufen diese Sachen.
Im August 1942 sind alle Sachen verkauft.
Heute weiß niemand:
Wo sind die Sachen?
Wo sind die Kunst·werke?
Was passiert nach dem Krieg?
Niemand findet Max und Edith Michaelis.
Deshalb sagt das Land:
Max und Edith Michaelis sind tot.
Edith Michaelis hat eine Schwester.
Die Schwester heißt:
Johanna Christensen.
Johanna Christensen möchte eine Ent·schädigung.
Ent·schädigung heißt:
Jemandem ist etwas Schlechtes passiert.
Dann bekommt jemand etwas zurück.
Zum Beispiel:
Geld oder Hilfe.
Dafür stellt Johanna Christensen einen Antrag.
Das ist im Jahr 1948.
Im Jahr 1964 endet der Antrag.
Die Sachen kommen nicht zurück.
Der Grund ist:
Die Sachen sind jetzt bei anderen Menschen.
Aber diese Menschen wollen die Sachen oft nicht zurück·geben.
Oder die Menschen sagen:
Ich habe die Sachen nicht mehr.
Wer hat die Sachen?
Wir wissen von einigen Personen:
- Gustav Schmidt
Gustav Schmidt gibt die Sachen nicht zurück. - Sophie Überreiter
Nach dem Krieg entscheidet ein Gericht:
Sophie Überreiter hat Schuld.
Denn: Die Nazis haben die Sache geraubt.
Sophie Überreiter hat jetzt die geraubten Sachen.
Sophie Überreiter gibt die Sachen auch nicht zurück. - Gottfried Kornfeld
Wir denken:
Gottfried Kornfeld ist nicht der echte Name.
Der echte Name ist wahrscheinlich:
Leo Spiegel.
Leo Spiegel arbeitet mit Sophie Überreiter zusammen.
Wir wissen nicht:
Wo sind die Sachen von Max und Edith Michaelis?
Oskar Skaller
Die Nazis haben viele Menschen verfolgt.
Und die Nazis haben vielen Menschen Sachen weg·genommen.
Dazu gehört auch diese Person:
Oskar Skaller.
Wer ist Oskar Skaller?
Oskar Skaller ist geboren am 29. Juli 1874.
Oskar Skaller ist gestorben am 21. Oktober 1944.
Oskar Skaller ist ein Unternehmer.
Ein Unternehmer ist eine Person.
Die Person hat eine Firma.
In der Firma arbeiten Menschen.
Der Unternehmer sagt:
So sollen die Menschen arbeiten.
Der Unternehmer verdient Geld.
Oskar Skaller hat eine Frau.
Die Frau heißt:
Lea Skaller.
Oskar und Lea Skaller haben 2 Töchter:
- Hanna Judith,
- Marianne.
Wo lebt Oskar Skaller?
- In einer Wohnung in Berlin-Charlotten·burg.
- In einem Haus in Bad Saarow.
Bad Saarow ist in Brandenburg.
In der Wohnung und im Haus sind wertvolle Möbel.
Die Möbel kosten viel Geld.
Und in der Wohnung und im Haus sind wertvolle Kunst·werke.
Die Kunst·werke kosten viel Geld.
Oskar Skaller sammelt Kunst
Am liebsten sammelt Oskar Skaller Bilder.
Die Bilder sind impression·istisch.
Das bedeutet:
Die Bilder zeigen die Natur.
Oder den Alltag.
Oskar Skaller hat Bilder von bekannten Künstlern.
Dazu gehören zum Beispiel diese Künstler:
- Lovis Corinth,
- Walter Leistikow,
- Max Liebermann.
Oskar Skaller mag auch andere Kunst.
Zum Beispiel:
islamische Kunst.
Der Islam ist eine Religion.
Islamische Kunst kommt aus islamischen Ländern.
Islamische Kunst zeigt zum Beispiel:
- Muster,
- Farben,
- Schrift·zeichen.
Oskar Skaller kauft viele persische Keramiken.
Persisch bedeutet:
Etwas kommt aus einem bestimmten Gebiet in Asien.
Dazu gehören heute zum Beispiel diese Länder:
- Iran,
- Afghanistan,
- Turkmenistan.
Keramiken sind zum Beispiel:
- Schüsseln,
- Teller,
- Vasen.
Oskar Skaller verkauft Kunst
1927 gibt es eine Ver·steigerung.
Versteigerung bedeutet:
Menschen wollen die Kunst kaufen.
Die Menschen sagen:
So viel Geld gebe ich.
Eine Person will am meisten Geld geben.
Diese Person bekommt die Kunst.
Wer kauft die Kunst?
- verschiedene Museen in Deutschland,
- verschiedene Museen in Europa.
Aber die Menschen kaufen nicht alles.
Deshalb gibt es 1932 noch eine Ver·steigerung.
Die Nazis verfolgen Oskar Skaller
Die Nazis sind eine Gruppe von Menschen.
Die Nazis regieren Deutschland ab 1933.
Die Nazis behandeln viele Menschen schlecht.
Dazu gehören zum Beispiel Juden.
Die Nazis sagen:
Oskar Skaller ist Jude.
Juden gehören zum Juden·tum.
Das Juden·tum ist eine Religion.
Deshalb verfolgen die Nazis Oskar Skaller.
Die Nazis nehmen Oskar Skaller die Arbeit weg.
Im November 1938 passieren schlimme Dinge:
Die Nazis greifen die Juden an.
Die Nazis schlagen die Juden.
Die Nazis machen Häuser kaputt.
Die Nazis machen Geschäfte kaputt.
Das nennt man:
November·pogrome 1938.
Die Nazis machen auch das Haus von Oskar Skaller kaputt.
Oskar Skaller hat Angst.
1939 flüchtet Oskar Skaller aus Deutschland.
Oskar Skaller geht nach Süd·afrika.
Lea Skaller geht mit.
In Süd·afrika regieren die Nazis nicht.
Die Nazis nehmen Kunst·werke weg
Manche Sachen liegen bei einer Firma.
1941 nimmt die GestapoPolitische Polizei in der Zeit des Nationalsozialismus, die politische Gegner*innen sowie Jüdinnen*Juden überwachte und verfolgte. die Sachen weg.
Die GestapoPolitische Polizei in der Zeit des Nationalsozialismus, die politische Gegner*innen sowie Jüdinnen*Juden überwachte und verfolgte. ist eine Polizei der Nazis.
Familie Skaller bekommt die Sachen nicht zurück.
Andere Menschen dürfen die Sachen kaufen.
Dazu gehören zum Beispiel:
- Möbel,
- Kunst·werke.
Familie Skaller bekommt kein Geld für die Sachen.
Die Nazis bekommen das Geld für die Sachen.
Einige Kunst·werke sind wichtig.
Zum Beispiel dieses Bild:
Der „Liegende weibliche Akt“ vom Künstler Lovis Corinth.
Ein Akt zeigt nackte Menschen.
Conrad Doebbeke kauft das Kunst·werk 1942.
Conrad Doebbeke sammelt Kunst.
Eine Kiste mit 25 Kunst·werken ist bei Wilhelm Wagner.
Wilhelm Wagner ist ein Freund von der Familie Skaller.
In der Kiste sind zum Beispiel persische Keramiken.
1942 nimmt die GestapoPolitische Polizei in der Zeit des Nationalsozialismus, die politische Gegner*innen sowie Jüdinnen*Juden überwachte und verfolgte. Wilhelm Wagner die Kiste weg.
Menschen aus einem Museum untersuchen die Sachen.
Die Menschen sagen:
19 Sachen wurden verkauft.
6 Sachen sind verschwunden.
Niemand weiß:
Wo sind die Sachen?
Bekommt Familie Skaller die Sachen zurück?
Der Krieg ist vorbei.
Nach dem Krieg können Menschen einen Antrag stellen.
Dann können die Menschen Sachen zurück·bekommen.
Oder die Menschen bekommen Geld.
Oskar und Lea Skaller haben 2 Töchter.
Die Töchter stellen einen Antrag:
Die Töchter möchten die Sachen zurück.
Oder die Töchter möchten Geld.
Im Jahr 1961 gibt es einen Vergleich.
Das heißt:
Beide Seiten einigen sich.
Aber:
Die verschwundenen Sachen bekommen die Töchter nicht zurück.
Was ist heute?
Viele Sachen von Oskar Skaller sind weg.
Das Suchen ist schwierig.
Einige Sachen kommen wieder.
Einige Sachen sind manchmal auf dem Kunst·markt.
Dort können Menschen die Sachen kaufen.
So wurde 2023 das Bild gefunden:
„Liegender weiblicher Akt“ von Lovis Corinth.
Heute ist das Bild in der Kunst·sammlung Würth.
Die Familie Skaller hat das erlaubt.
Recha Storck
Die Nazis haben viele Menschen verfolgt.
Und die Nazis haben vielen Menschen Sachen weg·genommen.
Dazu gehört auch diese Person:
Recha Storck.
Wer ist Recha Storck?
Recha Storck ist 1872 in Wien geboren.
Wien ist eine Stadt in Österreich.
Manche Menschen nennen Recha Storck:
Carola.
Ab 1898 lebt Recha Storck in Berlin-Charlotten·burg.
Recha Storck arbeitet mit Kleidung.
Recha Storck hat wichtige Aufgaben.
1908 heiratet Recha Storck.
Recha Storck heiratet Adolf Eduard Storck.
Adolf Eduard Storck ist Kunst·maler.
Kunst·maler malen Bilder.
Recha Storck und Adolf Eduard Storck haben keine Kinder.
Wo wohnt Recha Storck?
Recha Storck und Adolf Eduard Storck bauen eine Villa.
Eine Villa ist ein großes Haus.
Eine Villa kostet viel Geld.
Die Villa ist in der Prinz-Friedrich-Leopold-Straße 44.
Das ist in Berlin-Nikolas·see.
In der Villa sind viele Möbel.
In der Villa gibt es ein Atelier.
Ein Atelier ist ein Raum für Künstler.
Atelier spricht man so:
A-tel-je.
In dem Atelier kann Adolf Storck malen.
1913 stirbt Adolf Storck.
Recha Storck bekommt kein großes Geld.
Recha Storck bekommt jedes Jahr Geld.
Recha Storck bekommt 20 Tausend Mark im Jahr.
Recha Storck darf in der Villa wohnen.
Recha Storck darf für immer dort wohnen.
Im Jahr 1923 ist das Geld nur wenig wert.
Recha Storck hat kein Geld mehr.
Recha Storck muss Schmuck verkaufen.
Und Recha Storck muss Räume in der Villa an andere Menschen vermieten.
Die Menschen wohnen bei Recha Storck.
Dafür zahlen die Menschen Geld.
Recha Storck braucht Geld von der Familie.
Die Nazis verfolgen Recha Storck
Die Nazis sind eine Gruppe von Menschen.
Die Nazis regieren Deutschland ab 1933.
Die Nazis behandeln viele Menschen schlecht.
Dazu gehören zum Beispiel Juden.
Die Nazis sagen:
Recha Storck ist Jüdin.
Juden gehören zum Juden·tum.
Das Juden·tum ist eine Religion.
Deshalb verfolgen die Nazis Recha Storck.
Im September 1943 kommen die Nazis.
Die Nazis nehmen Recha Storck mit.
Die Nazis wollen Recha Storck töten.
Recha Storck ist 70 Jahre alt.
Deshalb muss Recha Storck nach Theresien·stadt.
Theresien·stadt ist heute in Tschechien.
Dort ist ein Konzentrations·lager für alte jüdische Menschen.
Die kurze Form ist:
KZ.
Ein KZ ist ein Ort der Nazis.
Die Nazis zwingen Menschen in die KZ.
Den Menschen geht es dort sehr schlecht.
Danach kommt Recha Storck in ein anderes KZ.
Das Lager ist in AuschwitzAuschwitz ist der Name des größten und bekanntesten nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslagers..
AuschwitzAuschwitz ist der Name des größten und bekanntesten nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslagers. ist heute in Polen.
Dort ermorden die Nazis Recha Storck.
Die Nazis be·rauben Recha Storck
Recha Storck muss aufschreiben:
- Wie viel Geld habe ich?
- Welche Sachen gehören mir?
Aber Recha Storck schreibt nur auf:
Ich habe viele verschiedene Möbel.
3 Tage später muss Recha Storck nach Theresien·stadt.
Im Oktober 1943 prüft ein Fachmann:
Was ist in der Villa von Recha Storck?
Und wie viel Geld sind diese Sachen wert?
In der Villa sind 174 Sachen.
Dort sind zum Beispiel wertvolle alte Sachen.
Und dort sind Bilder.
Manche Bilder hat Adolf Storck gemalt.
Der Fachmann sagt:
Die Sachen sind mehr als 14 Tausend Reichs·mark wert.
Das ist viel Geld.
Aber vielleicht waren die Sachen eigentlich noch mehr Geld wert.
Im November 1943 machen die Nazis die Villa leer.
Dann bekommt Walter Conrad die Wohnung von Recha Storck.
Walter Conrad ist Ministerial·rat.
Das heißt:
Walter Conrad arbeitet im Amt.
Walter Conrad kauft viele Möbel und Kunst·werke
aus der Villa von Recha Storck.
Was passiert nach dem Krieg?
Recha Storck hat Nichten und Neffen.
Die Nichten und Neffen wollen Recha Storcks Sachen zurück.
Die Nichten und Neffen müssen lange warten.
1955 gibt Walter Conrad die Sachen zurück.
Aber einige Sachen bleiben verschwunden.
Zum Beispiel:
- ein Klavier,
- viele Bücher.
Deshalb bekommen die Nichten und Neffen von Recha Storck dafür Geld.
Klicke auf den Link, um zu sehen wer die geraubten Sachen bekommt.
Wer bekommt die geraubten Sachen?