Auf Kosten der verfolgten Jüdinnen*Juden, Sinti*zze und Rom*njaSinti*zze und Rom*nja wurden im Nationalsozialismus als „Zigeuner“ rassistisch verfolgt. sowie politischen Gegner*innen bereicherten sich weite Teile der deutschen Gesellschaft: neben Akteur*innen im Gebrauchtwaren- und Kunstmarkt auch Speditionen, Vermögensverwalter*innen und in erheblichem Umfang Privatpersonen. Sie alle eigneten sich Gegenstände und Vermögenswerte an. Kunstwerke und Möbel wurden zur Ausstattung von Amtsstuben und Dienststellen verwendet. Bei Auktionen und im Gebrauchtwarenhandel sowie bei Sammelstellen der Stadt Berlin konnte die deutsche Bevölkerung Möbel, Hausrat und Kunstwerke kaufen und so ihre Wohnungen auf Kosten der Verfolgten einrichten. Auf das besonders wertvolle Kulturgut aus Wohnungseinrichtungen oder beschlagnahmtem Umzugsgut hatten staatliche Kunstinstitutionen einen exklusiven Zugriff.
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