Käthe und Ludwig Malzbender

Der Wirtschaftsprüfer Ludwig Malzbender stellte seiner Ehefrau Käthe eine Vollmacht zum Erwerb eines Kunstwerks aus dem Besitz von Hugo Loewy aus. Das Ehepaar lebte in der Fasanenstraße 70.

Privatpersonen

Privatpersonen erlangten im Zuge des staatlichen Raubzugs auf verschiedenen Wegen Zugriff auf die entzogenen Güter. Möbel, Hausrat, Kunstwerke, die als „minderwertige Erzeugnisse“ galten, und technische Gerätschaften konnten sie entweder bei Versteigerungen oder über den Berliner Gebrauchtwarenmarkt günstig erstehen.

Höherwertige Kunstwerke fanden sich auf dem Kunstmarkt oder konnten bei Auktionen ersteigert werden. Einzelpersonen bemühten sich auch direkt bei den Behörden darum, die Hinterlassenschaften von Deportierten zu erwerben.

Handschriftlicher Brief mit Unterschrift; oben Posteingangsstempel der Vermögensverwertungsstelle
Schreiben von Hildegard Böse an den OFP Berlin bezüglich der Übernahme von Kinderbetten aus der Wohnung von Familie Interstein, Warburgstraße 24, 8. Januar 1943. Die Bewohner*innen Friedrich, Edelgard und Berthold Interstein wurden im Oktober 1942 nach Riga deportiert und dort ermordet. BLHA, Rep. 36A (II) Nr. 55209, Bl. 23

Gottfried Kornfeld

Eine Person namens Gottfried Kornfeld erwarb einige Objekte aus dem Besitz von Max und Edith Michaelis. Bisher konnte die Person nicht eindeutig identifiziert werden. Vermutlich handelt es sich um Leo Spiegel, den Lebensgefährten von Sophie Überreiter. Er lebte in der Flensburger Straße 20 (heute Nr. 27).

Johanna Ohlhoff

Johanna Ohlhoff unterhielt in der Friedrichstraße 72 (heute Nr. 71) eine Kunsthandlung. Für ihre Privatwohnung in der Gieselerstraße 13 erwarb sie ein Gemälde aus dem Besitz von Fritz Kurt Lomnitz.