Januar 1942
Die Vermögensverwertungsstelle beim OFPBis 1937 „Landesfinanzämter“. OFP waren die höchsten regional zuständigen Behörden der Reichsfinanzverwaltung. Ab Ende 1941 waren sie damit beauftragt, den Vermögensraub an den deportierten Jüdinnen*Juden zu planen und durchzuführen. Berlin wird gegründet. Sie übernimmt die Fälle und Mitarbeiter*innen der Ausbürgerungsabteilung im Finanzamt Moabit-West.
20. Januar 1942
Auf der Wannseekonferenz verständigen sich Vertreter der Reichsregierung und der NSDAP über die Organisation der Ermordung aller Jüdinnen*Juden im nationalsozialistischen Machtbereich.
April 1942
Der Reichsfinanzverwaltung wird nun auch die Ausplünderung von politischen Gegner*innen, sogenannten Reichsfeinden„Reichsfeind“ war die nationalsozialistische Bezeichnung für Personen, deren Religion, Herkunft oder politische Überzeugung den Vorgaben des Regimes nicht entsprachen., innerhalb Deutschlands übertragen. Bis zu diesem Zeitpunkt war hierfür die GestapoPolitische Polizei in der Zeit des Nationalsozialismus, die politische Gegner*innen sowie Jüdinnen*Juden überwachte und verfolgte. in den Ländern zuständig.
Dezember 1942
Das Hauptwirtschaftsamt der Stadt BerlinGriff ab Ende 1942 privilegiert auf enteigneten Besitz von deportierten Berliner Jüdinnen*Juden zu. übernimmt von der Vermögensverwertungsstelle die Wohnungseinrichtungen der deportierten Berliner Jüdinnen*Juden. Die Einrichtungsgegenstände werden an die Berliner Bevölkerung weitergegeben.