22. Juni 1941
Die deutsche Wehrmacht überfällt die Sowjetunion. Der Feldzug richtet sich auch gezielt gegen die Zivilbevölkerung. Direkt an die Kampfhandlungen anschließend ermorden „Einsatzgruppen“ der deutschen Polizei, unterstützt von der Wehrmacht, mehr als eine halbe Million Jüdinnen*Juden, zudem Sinti*zze und Rom*njaSinti*zze und Rom*nja wurden im Nationalsozialismus als „Zigeuner“ rassistisch verfolgt., Kriegsgefangene und kommunistische Parteifunktionäre.

8. Juli 1941
Durch einen Erlass des Reichsfinanzministeriums kann Umzugsgut jüdischer Geflüchteter auch ohne abgeschlossene Ausbürgerung versteigert werden.
19. September 1941
Jüdinnen*Juden im Deutschen Reich ab sechs Jahren müssen in der Öffentlichkeit den „Judenstern“ tragen.
Oktober 1941
Die Massendeportationen der Jüdinnen*Juden aus Deutschland beginnen. Der erste Deportationszug aus Berlin verlässt am 18. Oktober die Stadt. Kurz darauf wird allen Jüdinnen*Juden in Deutschland die Auswanderung verboten.
Oktober 1941
Die zurückgelassenen Wohnungseinrichtungen der mit dem ersten Deportationstransport Verschleppten werden durch Gerichtsvollzieher in den Wohnungen öffentlich versteigert. In den folgenden Monaten übernehmen Einzelhändler*innen den Verkauf der Gegenstände.
4. November 1941
Das Reichsfinanzministerium überträgt den lokalen OberfinanzpräsidentenBis 1937 „Landesfinanzämter“. OFP waren die höchsten regional zuständigen Behörden der Reichsfinanzverwaltung. Ab Ende 1941 waren sie damit beauftragt, den Vermögensraub an den deportierten Jüdinnen*Juden zu planen und durchzuführen. per Erlass die Organisation und Durchführung der Ausplünderung der zurückgelassenen Vermögenswerte deportierter Jüdinnen*Juden.
Erfahre hier mehr über die Rolle der Oberfinanzpräsidenten
25. November 1941
Mit der Elften Verordnung zum Reichsbürgergesetz wird allen im Ausland befindlichen Jüdinnen*Juden die deutsche Staatsangehörigkeit entzogen. Ihr Vermögen wird sofort Eigentum des Reiches. Dies gilt sowohl für die Geflüchteten als auch für die Deportierten.
Erfahre hier mehr über die Gesetze
Rundschreiben der Reichsvereinigung der Juden in DeutschlandZwangsvereinigung aller jüdischen Verbände und Gemeinden, gegründet im Juni 1939. zum Runderlass „Verfügungsbeschränkung über das bewegliche Vermögen von Juden“ vom 27. November 1941. Landesarchiv Berlin, A Rep. 093-03 Nr. 54682, Bl. 268
27. November 1941
Jüdinnen*Juden wird verboten, ihr bewegliches VermögenBewegliches Vermögen heißen im Rechtswesen alle zum Vermögen gehörenden beweglichen Objekte. ohne Genehmigung zu verschenken oder zu verkaufen.